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Drei KI-Antwortsysteme, drei Wege zur Quellenwahl. Was sie gemeinsam haben, was du beeinflussen kannst und was nicht in deiner Hand liegt.
Christoph SpeiserProjektleitung & VertriebKurz gesagt: Fragt jemand ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews nach einer Firmenempfehlung, startet das System eine Websuche, liest ein paar Seiten und nennt die Unternehmen, die dort klar, konkret und einheitlich beschrieben werden. Ein Ranking, das man kaufen kann, ist das nicht. Es ist eine Auswahl aus den Quellen, die das System erreichen und denen es traut. Laut OpenAI hatte allein ChatGPT im Februar 2026 900 Millionen wöchentliche Nutzer, genannt zu werden ist also kein Randthema mehr.
Wir machen solche Checks jede Woche für österreichische Betriebe, und das Muster wiederholt sich: Fragt man nach „der besten Webdesign-Agentur für KMU in Linz“ oder „einem Immobilienmakler in Wien-Döbling“, endet die Antwort in einer kurzen Liste mit drei bis fünf Namen. Selten sind es die größten Firmen. Meistens sind es die, deren Website klar sagt, was sie machen, wo und für wen, und die auch auf anderen Seiten vorkommen. Dieser Artikel zeigt, wie die drei großen Systeme dorthin kommen und was du dafür tun kannst. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung steht in unserem Leitfaden In ChatGPT gefunden werden, das Angebot dazu findest du unter GEO.
Ein Sprachmodell kann auf zwei Wegen von deiner Firma „wissen“.
Bei einer Frage wie „Welchen Makler soll ich beauftragen, um meine Wohnung zu verkaufen?“ muss das System aktuell und lokal antworten, also sucht es. Das macht eine normale, gut gebaute und lesbare Website wichtiger, nicht unwichtiger.
| ChatGPT-Suche | Google AI Overviews / AI Mode | Perplexity | |
|---|---|---|---|
| Woher die Quellen kommen | Live-Websuche, eigener OpenAI-Index | Googles normaler Suchindex | Live-Websuche, eigener Index |
| Crawler, den du zulassen musst | OAI-SearchBot (GPTBot nur fürs Training) | Googlebot | PerplexityBot |
| Besondere Anforderungen | Keine veröffentlicht außer Crawler-Zugang | Keine: indexiert und snippetfähig (Google) | Keine veröffentlicht außer Crawler-Zugang |
| Wie Quellen angezeigt werden | Links in der Antwort und Quellenliste | Links in und neben der KI-Zusammenfassung | Nummerierte Quellen bei jeder Antwort |
| So misst du es | Besuche mit utm_source=chatgpt.com, Prompt-Tests | Search Console, Prompt-Tests | Verweise in Analytics, Prompt-Tests |
Bei Google lohnt ein Detail: AI Mode zerlegt eine Frage in viele verwandte Teilfragen (Google nennt das „Query Fan-out“) und führt die Ergebnisse zusammen. Eine Seite kann also für eine Frage zitiert werden, für die sie nie direkt gerankt hat, sofern sie eine der Teilfragen gut beantwortet.
Keiner der Anbieter veröffentlicht eine Ranking-Formel. Was jetzt folgt, stützt sich auf Googles Leitfaden und auf unsere eigenen Checks. Vier Dinge tauchen jedes Mal auf.
Auch die Forschung zeigt in diese Richtung. Die GEO-Studie von Forschenden aus Princeton und anderen Instituten (KDD 2024) testete Textänderungen an einer simulierten KI-Suchmaschine: Statistiken hoben die Sichtbarkeit in Antworten um rund 41 %, Zitate um rund 28 %. Das ist ein Laborergebnis, keine Garantie für deine Seite, es deckt sich aber mit unserer Erfahrung: Konkrete Seiten werden zitiert, vage nicht.
Bei Fragen mit „in der Nähe“ oder „in Wien“ zählen die Bestätigungssignale doppelt. Praktisch heißt das:
Eine Analyse von Vercel und MERJ ergab, dass die großen KI-Crawler, auch die von OpenAI und Perplexity, kein JavaScript ausführen. Eine Seite, deren Text erst nach dem Laden von Skripten erscheint, kann für sie leer aussehen. Deshalb bauen wir Websites auf Next.js mit am Server gerenderten Seiten: Das fertige HTML mit Überschriften, Antworten und strukturierten Daten ist schon bei der ersten Anfrage da. Wenn du heute ein skriptlastiges Theme betreibst, lies Von WordPress zu Next.js. Planst du eine neue Seite, geht unser Webdesign von genau dieser Basis aus.
Wenn du es nicht von Hand machen willst: Der kostenlose Website-Check prüft die technischen Grundlagen, und der GEO-Report zeigt dir in rund einer Minute echte ChatGPT-Antworten für deine Branche.
Wir prüfen Crawler-Zugang, deine Seiten und die Erwähnungen außerhalb deiner Website und zeigen dir, was du zuerst ändern solltest. Starte mit dem kostenlosen GEO-Report oder sprich mit uns.
Bei aktuellen und lokalen Fragen startet ChatGPT eine Websuche, liest mehrere Seiten und nennt die Unternehmen, die dort klar beschrieben und von anderen Quellen bestätigt werden. Den Index dafür baut der OpenAI-Crawler OAI-SearchBot, er muss deine Website also lesen dürfen.
Nicht für die organische Antwort. Einen bezahlten Platz in einer KI-Empfehlung gibt es nicht. OpenAI testet Werbung in ChatGPT, das ist ein eigenes, gekennzeichnetes Format; mehr dazu bei ChatGPT Ads in Österreich.
Nein. Laut Google brauchen AI Overviews und AI Mode weder besondere Dateien noch besonderes Markup. Deine Seiten müssen indexiert, snippetfähig und wirklich nützlich sein.
Es baut auf SEO auf. Die Grundlagen wie Auffindbarkeit, klare Seiten und gute Inhalte sind dieselben. GEO ergänzt Antwort-zuerst-Texte, einheitliche Firmendaten und Erwähnungen außerhalb deiner Website, die bestätigen, was du sagst.
Antworten mit Retrieval können sich innerhalb von Wochen ändern, nachdem Crawler aktualisierte Seiten gesehen haben. Einen Termin oder eine Position kann dir aber niemand versprechen. Sieh es als laufende Arbeit und miss monatlich mit einem festen Fragenset.

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