Awwwards
404media ist jetzt Teil von Awwwards. Dort findest du unser Studioprofil und unsere Arbeiten.

Warum Unternehmen von WordPress zu Next.js wechseln, was sich bei Tempo, Sicherheit und Pflege wirklich ändert und wann WordPress die bessere Wahl bleibt.
Christoph SpeiserProjektleitung & VertriebKurz gesagt: Der Wechsel von WordPress zu Next.js lohnt sich, wenn deine Website Anfragen bringen soll und dich Plugin-Updates, langsame Ladezeiten und Sicherheitslücken laufend Zeit kosten. Laut Patchstack wurden 2025 im WordPress-Ökosystem 11.334 neue Schwachstellen gemeldet, 91 % davon in Plugins, und nur rund 49 % der WordPress-Websites bestehen mobil die Core Web Vitals von Google. Mit einem sauberen 301-Redirect-Plan behältst du beim Umzug deine Rankings.
WordPress betreibt nach wie vor rund 41 % aller Websites (W3Techs, Mitte 2026). Es verschwindet nicht, und für viele Seiten passt es gut. Aber in den letzten zwei Jahren kommen immer mehr österreichische Betriebe mit derselben Geschichte zu uns: ein Theme, vor Jahren gekauft, 30 Plugins, ein Page-Builder, den keiner mehr anzugreifen traut, und eine Seite, die am Handy vier Sekunden lädt.
Dieser Leitfaden ist für Inhaber und Marketing-Verantwortliche, die überlegen, ihre Website auf Next.js neu aufzubauen, einem React-Framework für Websites. Wir zeigen, was sich wirklich ändert, was es dich an Aufwand kostet, wie der Umzug ohne Google-Traffic-Verlust funktioniert und wann wir dir raten würden, bei WordPress zu bleiben. Wir bauen unsere eigene Seite und unsere Kunden-Websites auf Next.js, sind also nicht neutral, und versuchen trotzdem, ehrlich zu sein.
Die Gründe sind selten ideologisch. Sie sind praktisch und stapeln sich meist über Jahre:
Keiner dieser Punkte ist ein Problem von WordPress selbst. Es sind Probleme damit, wie die meisten WordPress-Seiten in der Praxis gebaut und gepflegt werden. Ein Neuaufbau auf Next.js ist die Chance, Struktur, Inhalte und Technik in einem Schritt zu reparieren, statt jede Schicht einzeln zu flicken.
Google misst das echte Nutzererlebnis mit drei Core Web Vitals: Largest Contentful Paint (LCP, Hauptinhalt in höchstens 2,5 Sekunden sichtbar), Interaction to Next Paint (INP, Reaktion auf Tippen in höchstens 200 ms) und Cumulative Layout Shift (CLS, höchstens 0,1). Die Werte stammen von echten Chrome-Nutzern, nicht aus einem Labortest.
Der Core-Web-Vitals-Technologiebericht des HTTP Archive zeigte Mitte 2026 eine mobile Bestehensquote von rund 49 % für WordPress-Seiten. Das ist ein großer Sprung gegenüber 15 % im Jahr 2020, heißt aber immer noch: Ungefähr jede zweite WordPress-Seite fällt am Handy durch. Bei INP schneidet WordPress meist gut ab. Hapern tut es beim Laden: langsame Serverantwort, schwere Themes und Page-Builder, die Skripte für Funktionen mitschicken, die die Seite gar nicht nutzt.
Warum das ums Geld geht: In der Deloitte-Studie „Milliseconds make millions“ im Auftrag von Google hob eine um 0,1 Sekunden schnellere mobile Seite die Conversion-Rate im Handel um 8,4 % und bei Reiseseiten um 10,1 %. Deine Zahlen werden anders sein, die Richtung ist aber eindeutig: Schnellere Seiten verlieren weniger Besucher.
Eine Next.js-Seite ist nicht von selbst schnell. Schlecht gebaut kann sie genauso langsam sein. Was Next.js dir gibt, ist Kontrolle: Seiten werden als fertiges HTML vorgerendert, Bilder automatisch in der passenden Größe und in modernen Formaten ausgeliefert, und es lädt nichts, was die Seite nicht braucht. Bei unseren eigenen Projekten legen wir ab Tag eins ein Performance-Budget fest und peilen einen LCP unter 2,0 Sekunden am Handy und einen Lighthouse-Performance-Wert von 95+ an.
Der WordPress-Kern ist gut gewartet. Das Risiko liegt im Ökosystem rundherum. Der Patchstack-Bericht „State of WordPress Security in 2026“ zählte 11.334 neue Schwachstellen im Jahr 2025, 42 % mehr als im Jahr davor. 91 % lagen in Plugins, 9 % in Themes und nur sechs im Kern. Noch unangenehmer: 46 % waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht behoben, und bis zum ersten Angriffsversuch vergingen im gewichteten Median fünf Stunden.
Deshalb braucht eine WordPress-Seite jemanden, der sie jede Woche aktualisiert, die Updates testet und ein Backup einspielt, wenn etwas bricht. Viele kleine Betriebe haben diese Person nicht, also wird die Seite irgendwann einfach nicht mehr aktualisiert.
Eine Next.js-Seite funktioniert anders. Es gibt kein Admin-Login auf der öffentlichen Seite, kein PHP und keine Datenbank, die Besucher erreichen können. Inhalte kommen aus einem eigenen Editor, die Website selbst besteht großteils aus vorgebauten Seiten. Die Angriffsfläche ist deutlich kleiner. Null ist sie nicht: Abhängigkeiten brauchen weiterhin Updates, Formulare weiterhin Spamschutz. Aber es gibt keine Plugin-Schicht, die jedes Jahr wächst.
Immer mehr Suchen beginnen in ChatGPT, Perplexity oder im AI Mode von Google. Diese Systeme rufen Seiten ab, ziehen Passagen heraus und nennen Quellen. Google sagt klar, dass es für seine KI-Funktionen keinen Spezialtrick gibt: Eine Seite muss indexiert sein, für ein Snippet infrage kommen und nützlich sein. Für die KI zählen also dieselben Grundlagen wie für SEO, nur sauber umgesetzt.
Hier hilft ein sauberer Neuaufbau ganz konkret:
Fairerweise: Auch WordPress rendert HTML am Server, und eine sorgfältig gebaute WordPress-Seite kann all das. Der Unterschied ist, dass es bei Next.js der Normalfall ist und nicht Plugin für Plugin nachgerüstet wird. Wenn KI-Sichtbarkeit dein Hauptziel ist, lies unseren Leitfaden, wie du in ChatGPT gefunden wirst, oder hol dir den kostenlosen GEO-Report.
Die häufigste Sorge, die wir hören: „Können wir die Texte dann noch selbst ändern?“ Ja. Jede Website von uns kommt mit unserem eigenen Editor (app.404media.at). Er ist für genau eine Aufgabe gemacht: die Inhalte deiner Website ändern, ohne Code anzugreifen.
Dein Team öffnet die Seite, klickt auf den Text oder das Bild, das es ändern will, bearbeitet es direkt dort mit Live-Vorschau und veröffentlicht. Weil das Design fix ist und nur die Inhalte bearbeitbar sind, kann niemand versehentlich das Layout zerschießen. Das ist der wichtigste Unterschied zum Page-Builder.
Was du aufgibst: das WordPress-Plugin-Verzeichnis. Eine neue Funktion, etwa ein Buchungsformular oder ein Filter, wird gebaut statt installiert. Für die meisten Unternehmensseiten ist das ein Vorteil, weil jede Funktion für deine Seite gemacht ist und nicht 200 KB zusätzliches Skript mitschleppt.
WordPress braucht einen PHP-Server, eine Datenbank, Backups, Caching und ein Sicherheits-Plugin, und all das will gewartet werden. Eine Next.js-Seite besteht großteils aus statischen Dateien und ein paar Serverfunktionen. Wir hosten auf Vercel mit Servern in der EU-Region Frankfurt. Das hält die Ladezeiten für Besucher in Österreich und Deutschland kurz und die Datenverarbeitung in der EU.
Budgetmäßig verschiebt der Wechsel die Kosten. Der einmalige Bau einer individuellen Next.js-Seite kostet mehr als ein installiertes Theme, im Vergleich zu einer ordentlich gestalteten WordPress-Seite aber weniger, als viele erwarten. Der laufende Aufwand sinkt, weil der wöchentliche Update-und-Test-Zyklus wegfällt. Einen ehrlichen Preisvergleich für Österreich findest du in unserem Artikel zu den Website-Kosten. Und vielleicht passt eine Förderung: Wir prüfen kostenlos, welche für dich in Frage kommt, mehr auf unserer Seite zur Website-Förderung.
| Typische WordPress-Seite | Next.js mit unserem Editor | |
|---|---|---|
| Anteil aller Websites | rund 41 % (W3Techs, 2026) | deutlich kleiner, vor allem Individualprojekte |
| Mobile Core Web Vitals bestanden | rund 49 % (HTTP Archive, Mitte 2026) | hängt vom Bau ab; wir budgetieren LCP < 2,0 s |
| Woher Schwachstellen kommen | 91 % Plugins, 9 % Themes (Patchstack, 2025) | wenige Abhängigkeiten, kein öffentliches Admin-Login |
| Updates | Kern, Theme und Plugins, wöchentlich | Abhängigkeiten, erledigt die Entwicklung |
| Inhalte pflegen | WordPress-Backend, Page-Builder | eigener Editor: direkt auf der Seite, Live-Vorschau, Sprachumschalter |
| Neue Funktionen | Plugin installieren | für die Seite gebaut |
| Passt für | Blogs, kleine Budgets, viele nötige Plugins | Unternehmensseiten, die verkaufen sollen, Mehrsprachigkeit, eigenes Design |
Das meiste Risiko bei einer Migration ist nicht die Technik, sondern URLs, die verschwinden. Google empfiehlt, Weiterleitungen so lange wie möglich zu behalten, in der Regel mindestens ein Jahr, damit alle Signale von den alten auf die neuen URLs übergehen. So gehen wir vor:
Ein kurzer Knick in den ersten Wochen ist normal, solange Google neu crawlt. Mit einer vollständigen Redirect-Liste erholt sich das meist schnell. Die ganze Checkliste steht in unserem Leitfaden zum Website-Relaunch ohne SEO-Verlust.
Wir bauen nicht jede Seite neu, und das solltest du auch nicht. WordPress bleibt eine gute Wahl, wenn:
Und wenn du vor allem Produkte online verkaufst, ist oft keines von beidem die beste Wahl: Ein Shop auf Shopify ist meist einfacher zu betreiben als ein individueller Shop. Mehr dazu auf unserer Seite zu E-Commerce.
Schick uns deine URL, und wir sagen dir ehrlich, ob sich ein Neuaufbau rechnet oder ein paar Korrekturen reichen. Kostenloses Strategiegespräch, Fixpreis-Angebot.
Nicht automatisch. Google bewertet Inhalte, keine Frameworks. Next.js macht es leichter, die technischen Grundlagen richtig hinzubekommen: vollständiges, am Server gerendertes HTML, kurze Ladezeiten, saubere Struktur und strukturierte Daten in jeder Komponente. Eine gut gepflegte WordPress-Seite kann genauso gut ranken.
Nicht, wenn jede alte URL per 301 auf ihr neues Gegenstück weitergeleitet wird und die Inhalte mitkommen. Ein kurzer Knick, während Google neu crawlt, ist normal. Lass die Weiterleitungen mindestens ein Jahr aktiv, wie Google es empfiehlt.
Ja. Jede Seite kommt mit unserem eigenen Editor, in dem dein Team jeden Text und jedes Bild direkt auf der Seite mit Live-Vorschau ändert und veröffentlicht, ohne Code anzugreifen. Auf Wunsch schulen wir dein Team ein.
Eine typische Unternehmensseite dauert 8 bis 12 Wochen vom ersten Gespräch bis zum Launch, inklusive Strategie, Design, Entwicklung, Inhaltsübernahme und Weiterleitungen. Den genauen Zeitplan bekommst du mit deinem Fixpreis-Angebot.
Das hängt von der Zahl der Seitentypen, Sprachen und Anbindungen ab. Nach einem kostenlosen Strategiegespräch bekommst du ein Fixpreis-Angebot. Unser Artikel zu den Website-Kosten in Österreich zeigt realistische Spannen, und ob eine Förderung für dich passt, prüfen wir kostenlos.
Ja, für Shops empfehlen wir aber meist Shopify statt eines Individualbaus. Wir migrieren von WooCommerce mit Redirect-Plan und Daten-Mapping, damit Bestellungen, Kunden und Rankings erhalten bleiben. Details auf unserer Seite zu E-Commerce.

Mehr aus unseren Projekten in Wien.
Websites • • 9 Min. Lesezeit
Patryk WisniewskiWebsites • • 9 Min. Lesezeit
Patryk WisniewskiWebsites • • 8 Min. Lesezeit
Christoph Speiser
Erzähl uns von deinem Projekt. Christoph meldet sich persönlich bei dir.
Christoph Speiser, Projektleitung & Vertrieb