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Nutzer fanden ein schöneres System leichter bedienbar, auch nachdem sie es benutzt hatten. Was die Studie der Ben-Gurion-Universität zeigt und warum Design kein Schmuck ist.
Christoph SpeiserProjektleitung & VertriebKurz gesagt: Menschen finden ein schöneres System leichter bedienbar. In einer Studie der Ben-Gurion-Universität aus dem Jahr 2000 galt das sogar, nachdem die Teilnehmer das System benutzt hatten. Wie schön das Design war, prägte ihr Urteil über die Bedienung. Wie leicht die Bedienung tatsächlich war, nicht.
Noam Tractinsky, A. S. Katz und D. Ikar bauten ein Computerprogramm, das wie ein Bankomat funktionierte. Sie veränderten, wie ansprechend es aussah und wie leicht es zu bedienen war. Die Teilnehmer bewerteten Schönheit und Bedienbarkeit vor der Nutzung und noch einmal danach.
Vor der Nutzung hingen beide Bewertungen eng zusammen: Was gut aussah, wirkte auch leicht bedienbar. Nach der Nutzung blieb dieser Zusammenhang. Die Auswertung zeigte, dass das Design beeinflusste, wie leicht die Teilnehmer das System fanden. Die tatsächliche Bedienbarkeit änderte dieses Urteil nicht. Die Forschenden vergleichen das mit der Sozialpsychologie: Attraktive Menschen werden auch in anderen Eigenschaften besser eingeschätzt.
Die Arbeit erschien in der Fachzeitschrift Interacting with Computers und wurde rund 1.400 Mal zitiert. Designer kennen das Ergebnis als Ästhetik-Usability-Effekt.
Design ist kein Schmuck, den man am Ende dazugibt. Es verändert, wie Besucher dein ganzes Angebot beurteilen: ob die Seite einfach wirkt, ob dein Betrieb sorgfältig wirkt, ob sie dir eine Anfrage anvertrauen. Für kleine Unternehmen zählt das besonders, weil die Website oft der erste Kontakt ist.
Wie schnell dieses Urteil beginnt, zeigt ein anderer Klassiker: Besucher bilden sich in 50 Millisekunden einen ersten Eindruck vom Aussehen einer Website.
Getestet wurde ein nachgebauter Bankomat, keine Website, und die Studie stammt aus dem Jahr 2000. Spätere Studien haben den Effekt wieder gefunden, aber nicht immer gleich stark. Sie beweist also nicht, dass Schönheit wichtiger ist als Funktion. Sie zeigt, dass Menschen beides nicht getrennt beurteilen.
Schick uns deine URL. Wir sagen dir, wo das Design Vertrauen kostet und was ein Redesign ändern würde.
Menschen finden ein gut gestaltetes Produkt leichter bedienbar als ein weniger schönes, auch wenn beide gleich funktionieren. Die bekannteste Studie dazu stammt von Tractinsky, Katz und Ikar (2000).
Die Studie misst keine Verkäufe oder Anfragen. Sie zeigt, dass Design verändert, wie einfach und vertrauenswürdig eine Seite wirkt. Ob Besucher anfragen, hängt auch von Inhalt und Angebot ab.
Beides zählt, und Besucher beurteilen es nicht getrennt. Eine schöne Seite, die nicht funktioniert, verliert Kunden. Eine funktionierende Seite mit altem Aussehen wirkt schwerer bedienbar, als sie ist.

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