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In ChatGPT gefunden werden: So nennt die KI dein Unternehmen

Wie ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity ihre Quellen auswählen und was ein Unternehmen wirklich tun kann, um genannt zu werden, ohne Mythen rund um llms.txt.

Christoph SpeiserProjektleitung & Vertrieb
Veröffentlicht
Thema
SEO & GEO
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11 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Um in ChatGPT gefunden zu werden, müssen deine Seiten für den Such-Crawler erreichbar sein, Fragen direkt beantworten und von anderen Quellen bestätigt werden.
  • Laut Google brauchen AI Overviews und AI Mode keine Spezialdateien oder Spezial-Markup: indexierte, snippetfähige, nützliche Seiten sind die Eintrittskarte.
  • llms.txt ist schnell angelegt, aber kein großer KI-Anbieter hat bestätigt, es zu nutzen, und Google ignoriert es.
  • Seit 31. August 2026 zeigt die Search Console für jede Website Impressionen in Googles KI-Funktionen, Bing meldet Zitierungen in Copilot.

Kurz gesagt: Um in ChatGPT gefunden zu werden, ebenso in Google AI Overviews oder Perplexity, muss deine Website für deren Crawler offen sein, Kundenfragen auf klar gegliederten Seiten direkt beantworten und von anderen Quellen bestätigt werden, etwa durch Bewertungen, Verzeichnisse und Presse. Das zählt, weil laut OpenAI allein ChatGPT im Februar 2026 900 Millionen wöchentliche Nutzer hatte. Eine geheime Datei oder einen Trick gibt es nicht: Google sagt, AI Overviews und AI Mode brauchen nichts außer Seiten, die indexiert, snippetfähig und wirklich nützlich sind.

Generative Engine Optimization, kurz GEO, ist die Arbeit daran, in KI-Antworten als Quelle genannt zu werden. GEO baut auf SEO auf, statt es zu ersetzen, und vieles, was unter dem Etikett verkauft wird, ist entweder schlichtes SEO oder Wunschdenken. Dieser Leitfaden trennt das eine vom anderen.

In den GEO-Checks, die wir für österreichische Betriebe machen, ist das Muster fast immer gleich: Fragt jemand ChatGPT nach „dem besten Immobilienmakler in Wien“ oder „einer Webdesign-Agentur für KMU in Linz“, endet die Antwort mit einer kurzen Liste von Firmen. Genannt werden selten die größten, sondern die, deren Website klar sagt, was sie machen, wo und für wen, und die auch auf anderen Seiten erwähnt werden. Wenn du zuerst wissen willst, wo du stehst: Der kostenlose GEO-Report zeigt dir in rund einer Minute echte ChatGPT-Antworten für deine Branche.

Wie KI-Antworten ihre Quellen auswählen

Ein KI-Modell kann auf zwei Wegen von dir „wissen“. Der erste sind Trainingsdaten: was das Modell vor seinem Stichtag gelernt hat. Das beeinflusst du nicht schnell. Der zweite ist Retrieval: Das Modell sucht beim Antworten im Web und zitiert, was es findet. Genau hier wirkt GEO, und so werden heute fast alle lokalen und kommerziellen Fragen beantwortet.

  • ChatGPT startet bei Fragen, die aktuelle oder lokale Infos brauchen, eine Websuche, liest eine Handvoll Seiten und führt sie als Quellen an. Den Suchindex baut OpenAIs Crawler OAI-SearchBot.
  • Google AI Overviews und AI Mode nutzen den normalen Google-Index. AI Mode zerlegt eine Frage in viele verwandte Teilfragen (Google nennt das „Query Fan-out“) und führt die Ergebnisse zusammen. Eine Seite kann also für eine Frage zitiert werden, für die sie nie direkt gerankt hat.
  • Perplexity durchsucht bei jeder Frage das Web, zeigt die Quellen prominent an und nutzt dafür den eigenen Crawler PerplexityBot.

Gemeinsam ist allen: Sie bevorzugen Passagen, die die Frage in ein, zwei Sätzen beantworten, aus Quellen, die verlässlich wirken und anderswo bestätigt werden. Eine vage Seite mit „Wir bieten ganzheitliche Lösungen“ gibt ihnen nichts zum Zitieren.

ChatGPT, Google und Perplexity im Vergleich

ChatGPT-SucheGoogle AI Overviews / AI ModePerplexity
Woher die Quellen kommenLive-Websuche, eigener OpenAI-IndexGoogle-SuchindexLive-Websuche, eigener Index
Crawler, den du zulassen musstOAI-SearchBot (GPTBot nur fürs Training)GooglebotPerplexityBot
Besondere Anforderungenkeine veröffentlicht außer Crawler-Zugangkeine: indexiert und snippetfähig (Google)keine veröffentlicht außer Crawler-Zugang
So misst du esZugriffe mit utm_source=chatgpt.com, Prompt-TestsSearch-Console-Bericht zu generativer KI (Impressionen)Verweise in Analytics, Prompt-Tests
Quellen: OpenAI-Crawler-Dokumentation, Google Search Central KI-Leitfaden und Search-Console-Ankündigung (2026).

Crawler-Zugang: zuerst die robots.txt prüfen

Der häufigste Grund, warum eine Seite nie zitiert wird, ist banal: Der Crawler darf nicht hinein. Wir sehen das in unseren GEO-Checks regelmäßig, meist weil ein Sicherheits-Plugin, eine Hosting-Voreinstellung oder eine gut gemeinte „Alle KIs blockieren“-Regel die Such-Crawler gleich mit den Trainings-Crawlern aussperrt. Cloudflare etwa blockiert KI-Crawler bei neuen Domains seit Juli 2025 standardmäßig.

OpenAI trennt seine Bots, und du kannst sie getrennt behandeln:

  • OAI-SearchBot baut den Index für die ChatGPT-Suche. Sperrst du ihn, erscheinst du nicht als Quelle.
  • GPTBot sammelt Trainingsdaten. Ihn kannst du sperren, ohne Sichtbarkeit in der ChatGPT-Suche zu verlieren.
  • ChatGPT-User ruft eine Seite ab, wenn jemand ChatGPT bittet, sie zu öffnen. Laut OpenAI gelten robots.txt-Regeln für diese von Nutzern ausgelösten Aufrufe unter Umständen nicht.
  • Google-Extended steuert nur, ob deine Inhalte fürs Gemini-Training verwendet werden. Auf die Google-Suche und AI Overviews hat es keinen Einfluss.
  • PerplexityBot indexiert für die Antworten von Perplexity.

Unsere Empfehlung für die meisten Betriebe, die gefunden werden wollen: alle Such-Crawler zulassen, über Trainings-Crawler bewusst entscheiden. Und sicherstellen, dass die wichtigen Inhalte im HTML selbst stehen und nicht erst per JavaScript nachgeladen werden. Eine Analyse von Vercel und MERJ ergab, dass die großen KI-Crawler, auch die von OpenAI und Perplexity, kein JavaScript ausführen. Das ist ein Grund, warum wir Websites auf Next.js mit am Server gerenderten Seiten bauen; mehr dazu in unserem Artikel zum Wechsel von WordPress zu Next.js.

Antwort zuerst: Inhalte, die zitiert werden

KI-Antworten werden aus Passagen gebaut. Je leichter sich eine Passage herauslösen und zitieren lässt, desto eher wird sie verwendet. In der Praxis heißt das:

  • Eine Seite pro Leistung und Standort. „Webdesign Wien“ und „Website-Förderung Österreich“ verdienen je eine eigene Seite, nicht einen Absatz auf einer Sammelseite.
  • Die Antwort zuerst. Beginn jede Seite und jeden Abschnitt mit einer direkten Antwort in ein, zwei Sätzen, dann erklär.
  • Konkrete Fakten. Preise oder Preisspannen, Zeitrahmen, Einzugsgebiet, Zahl der Projekte, Zertifizierungen. Modelle zitieren, was konkret ist.
  • Fragen als Überschriften. Formulier H2 so, wie Kunden fragen: „Was kostet eine Website in Österreich?“
  • Quellen und Zahlen. Sag, woher deine Zahlen stammen.

Für den letzten Punkt gibt es Forschung. Die GEO-Studie von Forschenden aus Princeton und anderen Instituten (KDD 2024) testete Textänderungen an einer simulierten KI-Suchmaschine: Statistiken hoben die Sichtbarkeit in Antworten um rund 41 %, Zitate um rund 28 %. Das sind Laborergebnisse auf einem Testaufbau, keine Garantie für deine Seite, sie decken sich aber mit unserer Erfahrung: Konkrete Seiten werden zitiert, allgemeine nicht.

Google ergänzt eine nützliche Warnung: Du musst Inhalte nicht in winzige Häppchen zerlegen oder „für die KI“ umschreiben. Schreib für Menschen, die eine Antwort wollen. Genau das wollen auch die Modelle.

Strukturierte Daten: hilfreich, aber keine Magie

Schema.org-Markup sagt Maschinen in einem festen Format, wer du bist: Firmenname, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen, Bewertungen, Autoren. Für ein KI-Modell, das klären will, ob „404media in Wien“ und „404media GmbH“ dieselbe Firma sind, nehmen konsistente strukturierte Daten das Rätselraten weg.

Ehrlichkeit gehört auch hierher. Google sagt, strukturierte Daten sind für seine generativen KI-Funktionen nicht nötig, und es gibt kein spezielles Schema dafür. Als Teil von normalem SEO, für Rich Results, empfiehlt Google sie trotzdem. Wir bauen Organization oder LocalBusiness, Service, Article, Breadcrumb und, wo es passt, FAQ-Markup in jede Seite ein, weil es wenig kostet und deine Firmendaten überall gleich hält. Einen Ranking-Sprung allein durch Schema solltest du nicht erwarten.

llms.txt: was es kann und was nicht

llms.txt ist ein Vorschlag vom September 2024: eine Markdown-Datei im Stammverzeichnis deiner Seite, die Sprachmodellen deine wichtigsten Seiten auflistet, ähnlich einer Sitemap mit Kurzbeschreibungen. Viele GEO-Angebote verkaufen sie als den entscheidenden Schritt.

Die Fakten: Google sagt, seine Suche ignoriert solche Dateien, und sie helfen und schaden der Sichtbarkeit in AI Overviews oder AI Mode nicht. OpenAI, Anthropic und Perplexity haben nicht bestätigt, dass ihre Suchsysteme llms.txt für Rankings oder Zitierungen verwenden. Log-Auswertungen zeigen vereinzelte Abrufe, aber keinen nachgewiesenen Effekt.

Unser Umgang damit: Wir erzeugen llms.txt automatisch aus denselben Inhalten wie die Website, weil es Minuten dauert und für KI-Agenten nützlich werden kann. Als Sichtbarkeitshebel verkaufen wir es nicht, und bei jedem, der das tut, solltest du skeptisch sein.

Bewertungen und Erwähnungen: die Signale, denen die KI vertraut

Deine Website sagt, was du behauptest. Andere Seiten bestätigen, ob es stimmt. KI-Antworten stützen sich stark auf diese Bestätigung, vor allem bei lokalen Empfehlungen. Diese Signale machen den Unterschied:

  • Google-Bewertungen mit Text, nicht nur Sternen, und mit deinen Antworten. Bewertungen, die Leistung und Ort nennen („super Website für unser Maklerbüro in Wien“), sind besonders wertvoll.
  • Verzeichnisse und Kammer: WKO Firmen A–Z, Herold, Branchenverzeichnisse, überall mit exakt demselben Namen, derselben Adresse und Telefonnummer.
  • Fachmedien und Lokalpresse: ein Interview, ein Gastbeitrag, ein Projektbericht.
  • Listen und Vergleiche: Artikel wie „die besten Agenturen in Wien“ sind oft genau das, was ChatGPT liest, wenn es seine eigene Liste baut.
  • Eigene Referenzen mit echten Kundennamen und Ergebnissen.

Das ist der langsame Teil. Strukturelle Änderungen an der Website wirken meist innerhalb weniger Wochen, sobald die Modelle neu crawlen. Erwähnungen auf externen Quellen bauen sich über zwei bis drei Monate auf. Bei uns selbst sind die 5,0 Sterne aus 23 Google-Bewertungen und die Projekte auf unserer Seite das Fundament, auf dem wir aufbauen.

So misst du deine KI-Sichtbarkeit

Lange war GEO nicht messbar. 2026 hat sich das geändert:

  • Google Search Console hat einen Leistungsbericht für generative KI, seit 31. August 2026 für alle Websites weltweit. Er zeigt Impressionen in AI Overviews und AI Mode nach Seite, Land und Gerät, aber noch keine Klicks und keine Suchanfragen.
  • Bing Webmaster Tools zeigen seit Februar 2026 einen Bericht „AI Performance“ mit Zitierungen in Copilot und in Bings KI-Zusammenfassungen samt den Suchanfragen dahinter. ChatGPT, Perplexity und Google deckt er nicht ab.
  • Analytics: ChatGPT hängt an viele Links, die es zeigt, utm_source=chatgpt.com an, Zugriffe erscheinen also als eigene Quelle. Perplexity und andere tauchen als Verweisquelle auf.
  • Prompt-Tests: Stell die Fragen, die deine Kunden stellen, regelmäßig in mehreren Modellen. Antworten schwanken je nach Formulierung, Ort und Zeitpunkt. Ein einzelner Test beweist wenig, eine Serie zeigt den Trend.

Unser kostenloser GEO-Report automatisiert den letzten Schritt: Er fragt ChatGPT live mit Websuche und Standort Österreich, zeigt, ob du genannt wirst und wer stattdessen empfohlen wird, und prüft die technischen Grundlagen deiner Seite.

In der richtigen Reihenfolge starten

  1. Ist-Stand testen: Stell ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode fünf bis zehn echte Kundenfragen oder hol dir den GEO-Report.
  2. Türen öffnen: robots.txt, Firewall und CDN-Einstellungen auf OAI-SearchBot, PerplexityBot und Googlebot prüfen.
  3. Seiten reparieren: eine Seite pro Leistung und Standort, Antwort zuerst, konkrete Fakten, saubere Überschriften, am Server gerendertes HTML.
  4. Strukturierte Daten ergänzen: Organization oder LocalBusiness, Service, Article, abgestimmt auf dein Google-Unternehmensprofil.
  5. Bestätigung aufbauen: zufriedene Kunden um Google-Bewertungen bitten, Verzeichniseinträge aktualisieren, pro Quartal einen Fachbeitrag platzieren.
  6. Monatlich messen: Search Console, Bing Webmaster Tools, Verweise und ein fixes Set an Prompts.

Wann GEO (noch) nichts bringt

GEO ist nicht für jeden der richtige erste Schritt:

  • Deine Seite ist nicht indexiert oder rankt kaum. Googles KI-Funktionen schöpfen aus dem Index. Bring zuerst die SEO-Grundlagen in Ordnung.
  • Niemand fragt nach deinem Angebot. In sehr engen B2B-Nischen mit einer Handvoll Käufern schlägt Direktvertrieb die KI-Sichtbarkeit.
  • Du hast keine Bewertungen und keine Erwähnungen. Dann beginnt die Arbeit außerhalb der Website, und das dauert Monate.
  • Du brauchst Anfragen nächste Woche. GEO dauert Wochen bis Monate. Für schnelle Nachfrage sind Anzeigen in Google oder in ChatGPT schneller; siehe unseren Leitfaden zu ChatGPT Ads in Österreich.

Und eine Warnung: „Platz 1 in ChatGPT“ kann dir niemand garantieren. Antworten unterscheiden sich von Person zu Person und von Tag zu Tag. Was du tun kannst: es den Modellen so leicht wie möglich machen, dich zu finden, zu verstehen und dir zu vertrauen, und messen, ob es wirkt.

Finde heraus, ob ChatGPT dich empfiehlt

Starte mit dem kostenlosen GEO-Report, oder wir gehen deine Seite gemeinsam durch und zeigen dir, was fehlt. Kostenloses Strategiegespräch, Fixpreis-Angebot.

Häufige Fragen

Wie wird mein Unternehmen in ChatGPT erwähnt?

Lass OpenAIs Such-Crawler OAI-SearchBot zu, leg pro Leistung und Standort eine klare Seite an, die Kundenfragen direkt beantwortet, und bau Bestätigung auf anderen Seiten auf: Google-Bewertungen, Verzeichnisse, Fachmedien. Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer GEO-Seite.

Brauche ich eine llms.txt, um in KI-Antworten zu erscheinen?

Nein. Google sagt, seine Suche ignoriert llms.txt, und kein großer KI-Anbieter hat bestätigt, sie für Zitierungen zu nutzen. Sie schadet nicht und ist schnell angelegt, ist aber kein Sichtbarkeitshebel.

Kann ich GPTBot sperren und trotzdem in ChatGPT erscheinen?

Ja. GPTBot sammelt Trainingsdaten, OAI-SearchBot baut den Index für die ChatGPT-Suche. Du kannst den ersten sperren und den zweiten zulassen, OpenAI behandelt beide Einstellungen unabhängig voneinander.

Wie lange dauert es, bis ich in KI-Antworten auftauche?

Änderungen an deiner Website wirken meist innerhalb weniger Wochen, sobald die Modelle neu crawlen. Bewertungen und Erwähnungen auf anderen Seiten bauen sich über zwei bis drei Monate auf. Die Antworten schwanken weiter, miss deshalb über einen längeren Zeitraum.

Wie komme ich in die Google AI Overviews?

Genauso, wie du in Google rankst: Deine Seite muss indexiert, snippetfähig und nützlich sein. Laut Google gibt es kein spezielles Markup und keine spezielle Datei für AI Overviews. Die Search Console zeigt inzwischen, wie oft deine Seiten dort erscheinen.

Was ist der Unterschied zwischen GEO und SEO?

SEO optimiert für die Trefferliste der Suche. GEO optimiert dafür, in KI-Antworten zitiert und empfohlen zu werden. Die Grundlagen sind großteils dieselben; GEO legt mehr Gewicht auf direkte Antworten, einheitliche Firmendaten und Erwähnungen auf anderen Seiten. Mehr dazu auf unserer Seite zu GEO.

Geschrieben vonChristoph SpeiserProjektleitung & Vertrieb

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