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Förderung für deine Website in Österreich 2026: Was noch geht

Warum die Digitalisierungsförderung des Bundes ausgelaufen ist, welche Landesprogramme noch passen können, warum viele eine reine Website ausschließen und was du stattdessen tun kannst.

Christoph SpeiserProjektleitung & Vertrieb
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Thema
Förderung
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7 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Digitalisierungsförderung des Bundes für KMU ist ausgelaufen, neue Anträge sind nicht mehr möglich.
  • Landesprogramme gibt es weiterhin, viele fördern eine Website als Einzelmaßnahme aber nicht. Meist muss sie Teil eines größeren Digitalisierungsprojekts sein.
  • Fast jedes Programm fördert nur Kosten nach dem Antrag. Unterschreib oder zahl nie etwas an, bevor du eingereicht hast.
  • Wir prüfen kostenlos, welche Förderung für dich passt, und übernehmen den Antrag.

Kurz gesagt: Die Digitalisierungsförderung des Bundes, mit der viele österreichische KMU ihre Website mitfinanziert haben, ist ausgelaufen, neue Anträge sind nicht möglich. Landesprogramme können noch passen, viele schließen eine Website als Einzelprojekt aber aus. Egal, wofür du ansuchst, die wichtigste Regel bleibt: Antrag vor Projektstart.

Wir haben über 300 Förderberatungen mit österreichischen KMU und Selbstständigen geführt, die Frage kommt also ständig: „Krieg ich für meine neue Website noch eine Förderung?“ Die ehrliche Antwort lautet: manchmal, für eine Website allein aber selten. Was das in der Praxis heißt, liest du hier.

Aktueller Stand: Gibt es noch eine Förderung für die Website?

Das Bundesprogramm zur Digitalisierung von KMU ist ausgeschöpft und wird nicht fortgeführt. Vergeben wurde dort immer in der Reihenfolge, in der vollständige Anträge eingelangt sind, bis das Geld verbraucht war, einen Rechtsanspruch gab es nie. Wer dir heute für ein neues Projekt Bundesgeld für Digitalisierung verspricht, sollte also zeigen können, aus welchem Budget es kommen soll.

Hast du aus einer früheren Runde schon eine Zusage, prüf deine Fristen: Geförderte Projekte müssen meist innerhalb einer festen Frist ab Antragstellung umgesetzt und bezahlt sein, und die Endabrechnung muss kurz nach Projektabschluss bei der Förderstelle liegen. Verpasst du das, kann die Förderung verloren gehen.

Was Fördergeber typischerweise erwarten

Die Programme unterscheiden sich im Detail, die meisten österreichischen Digitalisierungsförderungen folgen aber derselben Logik. Typischerweise gilt:

  • Du bist ein Klein- oder Mittelbetrieb im Sinne der KMU-Definition der EU, mit Sitz oder Betriebsstätte in Österreich (oft im jeweiligen Bundesland),
  • das Projekt ist ein echtes Digitalisierungsprojekt, nicht nur ein neuer Look: Buchungen, Shop, CRM- oder ERP-Anbindung, Automatisierung,
  • die Kosten stammen von externen Dienstleistern, nicht aus Eigenleistung,
  • das Projekt hat bei Antragstellung noch nicht begonnen, vorher wird also nichts bestellt oder verrechnet,
  • es gibt einen klaren Umfang und ein Angebot deines Dienstleisters.

Meist nicht förderbar: eine Website-Aktualisierung, die nur Inhalt oder Design betrifft, Suchmaschinenwerbung wie Google Ads, IT-Grundausstattung wie Laptops und Standard-Software sowie laufende Betriebskosten wie Personal.

Landesprogramme 2026

Mit dem Ende des Bundesprogramms lohnt sich der Blick auf Landesprogramme. Lies die Bedingungen genau, sie unterscheiden sich stark:

  • Wien (Wirtschaftsagentur Wien, Förderung Digitalisierung): für KMU, die seit mindestens einem Jahr in Wien tätig sind, mit Mindestprojektgröße und Jury-Entscheidung je Stichtag. Wichtig: Die Erstellung oder Erneuerung einer Website oder eines Webshops als Einzelmaßnahme wird nicht gefördert, sie muss Teil eines größeren Digitalisierungsprojekts sein.
  • Niederösterreich (digi4Wirtschaft): laut WKO Niederösterreich unter anderem ein kostenloser Workshop „digi Kickstart“, die Beratungsförderung „digi Assistent“ und „digi Investition DATA“ für Investitionsprojekte.
  • Andere Bundesländer: Die Programme ändern sich oft. Deine Landes-Wirtschaftskammer oder die Wirtschaftsagentur deines Bundeslands weiß, was gerade offen ist.

Und manchmal lautet die ehrliche Antwort: Für eine einfache Website passt kein Programm. Dann ist die bessere Frage, wie sich die Website über Anfragen selbst bezahlt. Realistische Budgets und laufende Kosten zeigt unser Artikel Website Kosten Österreich.

Häufige Fehler, die die Förderung kosten

Aus unseren Förderberatungen kennen wir diese Fehler am häufigsten. Sie gelten für fast jedes österreichische Förderprogramm:

FehlerFolgeSo vermeidest du ihn
Auftrag unterschrieben oder Anzahlung geleistet, bevor der Antrag gestellt warKosten außerhalb des Projektzeitraums, nicht förderbarZuerst Antrag, dann Unterschrift
Reines Redesign der bestehenden SeiteAusgeschlossen als Inhalts- oder DesignaktualisierungEchte Funktionen definieren: Buchung, Shop, CRM, Automatisierung
Website allein beantragtVon vielen Landesprogrammen ausgeschlossenWebsite als Teil eines größeren Digitalisierungsprojekts planen
Google-Ads-Budget mit verrechnetWerbung ist meist nicht förderbarWerbung auf eigene Rechnungen
Abrechnungsfrist verpasstFörderung kann verloren gehenAlle Fristen am Tag der Zusage in den Kalender

Wann du nicht auf eine Förderung warten solltest

Eine Förderung ist ein schöner Bonus, aber selten ein guter Grund, eine Website aufzuschieben, die dich heute Kunden kostet. Warte nicht, wenn:

  • deine aktuelle Seite nachweislich Anfragen kostet (langsam, nicht fürs Handy gebaut, unsichtbar auf Google oder in ChatGPT),
  • dein Projekt ohnehin unter der Mindestgröße eines Landesprogramms liegt,
  • es ein reines Website-Projekt ist, das die verfügbaren Programme ausschließen,
  • der Aufwand für Antrag und Warten auf eine Jury-Entscheidung mehr kostet, als der Zuschuss bringt.

Wenn es eine Förderung gibt, soll sie ein gutes Projekt unterstützen, nicht ein schlechteres formen. Auf unserer Seite zur Förderung und beim Paket Website mit Förderung siehst du, wie wir beides kombinieren, wenn es Sinn ergibt. Was ein Projekt umfasst, steht auf der Leistungsseite Website.

Was du jetzt tun kannst

Egal, ob du schon eine Zusage hast oder gerade erst über eine neue Website nachdenkst: Diese vier Schritte sparen dir Ärger und im besten Fall Geld.

  1. Schon genehmigt? Notier dir die Fristen für Umsetzung und Abrechnung, und leg alle Rechnungen und Zahlungsbelege in einen Ordner.
  2. Planst du gerade eine Website? Schreib auf, was die Seite außer gut aussehen leisten soll: Buchungen, Anfragen, Shop, CRM-Anbindung. Davon hängt ab, ob überhaupt ein Landesprogramm in Frage kommt.
  3. Prüf Landesprogramme, bevor du unterschreibst. Frag deine Landes-Wirtschaftskammer oder einen Förderberater, welches Programm offen ist und ob eine Website dort förderbar ist.
  4. Hol dir in jedem Fall ein Fixangebot. Ein klarer Umfang und Preis ist für jeden Antrag nötig und hilft dir zu entscheiden, ob sich das Projekt auch ohne Förderung rechnet.

Fördermöglichkeiten kostenlos prüfen

Wir prüfen kostenlos, welche Förderung für dich passt, und übernehmen den Antrag. Im kostenlosen Strategiegespräch schauen wir, welche Programme für deinen Betrieb offen sind, ob dein Projekt passt und was die Website ohne Förderung kostet. Danach bekommst du ein Fixangebot.

Häufige Fragen

Gibt es 2026 noch eine Bundesförderung für die Website?

Nein. Die Digitalisierungsförderung des Bundes für KMU ist ausgelaufen, neue Anträge sind nicht mehr möglich. Landesprogramme können stattdessen passen.

Wird eine Website allein gefördert?

Selten. Viele Landesprogramme schließen die Erstellung oder Erneuerung einer Website als Einzelmaßnahme aus. Meist muss sie Teil eines größeren Digitalisierungsprojekts sein, etwa mit Buchungen, Shop oder CRM-Anbindung.

Gibt es in Wien eine Förderung für die Website?

Die Wirtschaftsagentur Wien fördert Digitalisierungsprojekte, aber ausdrücklich nicht die Erstellung oder Erneuerung einer Website als Einzelmaßnahme. Sie muss Teil eines größeren Digitalisierungsprojekts sein.

Darf ich vor dem Förderantrag mit dem Projekt anfangen?

Nein. Fast jedes österreichische Programm fördert nur Kosten nach der Antragstellung. Wer vorher einen Auftrag unterschreibt oder anzahlt, riskiert die gesamte Förderung.

Geschrieben vonChristoph SpeiserProjektleitung & Vertrieb

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